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MEILENSTEIN IN DER EPILEPSIE-CHIRURGIE |
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PressemitteilungMeilenstein in der Epilepsie-ChirurgieUniversität Erlangen-Nürnberg:
Ute Missel, Sachgebiet
Öffentlichkeitsarbeit
Hoffnung für Patienten mit schweren Epilepsien: Am Universitätsklinikum Erlangen wurde eine zwölfjährige Schülerin aus Israel durch die neue Kombination eines speziellen Diagnostikverfahrens, der so genannten biomagnetischen Messung der Hirnströme, und modernster funktioneller OP-Technik erfolgreich von ihren schweren epileptischen Anfällen befreit. Die Fachzeitschrift Seizure berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe (Januar 2007, S. 81f.) über das weltweit erstmals durchgeführte Operationsverfahren.
Die Schülerin aus Israel litt seit ihrem zehnten
Lebensjahr unter mehrmals monatlich auftretenden epileptischen
Anfällen mit Bewusstseinsverlust. Eine medikamentöse Behandlung
brachte keinen Erfolg. Eine Hirnoperation, bei der die Anfallsherde
hätten ausgeschaltet werden können, war nicht möglich, da der
Anfallsherd nicht präzise bestimmt werden konnte. "Dem Mädchen
konnte aufgrund der bislang zur Verfügung stehenden Methoden der
präoperativen Diagnostik nicht durch eine Operation geholfen werden,
da die Anfallsherd-Ortung und Erkennung benachbarter funktionell
wichtiger Hirnregionen nicht möglich war", sagt Prof. Dr. Hermann
Stefan. Anfang 2005 kam die Patientin erstmals in das
Epilepsiezentrum Erlangen (ZEE), das von Professor Stefan geleitet
wird. Zusammen mit seinen Kollegen aus der Neurochirurgischen Klinik
(Leiter: Prof. Dr. Michael Buchfelder) und der Neuroradiologischen
Abteilung (Leiter: Prof. Dr. Arnd Dörfler) nutzte Professor Stefan
die Erlanger High-Tech-Diagnose-Verfahren, um eine Operation zu
ermöglichen. Der Hirnaufbau und wichtige Hirnfunktionen wurden
sorgfältig untersucht. Dabei wurden modernste Diagnoseverfahren, wie
Magnetenzephalographie (MEG) und Magnetresonanztomographie (MRT)
eingesetzt. Durch diese multimodale Funktionsdiagnostik gelang es,
den Ort der epileptischen Aktivität und die Fasersysteme der Sehbahn
präzise abzubilden und dadurch dem Operateur die
Informationsgrundlage für eine sichere Operation zu liefern. "Diese
Informationen wurden mit Hilfe der intraoperativen Neuronavigation
und des intraoperativen Magnetresonanztomographs in die
Operationsplanung und -durchführung einbezogen und ermöglichten eine
optimale maßgeschneiderte Entfernung des epileptogenen Areals ohne
funktionell wichtige Hirnregionen zu gefährden", sagt Professor
Stefan.
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